Über meine Malerei

 

Wenn ich male, ziehe ich mir die Haut ab. Ich entblöße mich, ich zeige mich, ich nehme ein Teil von mir und nagle es auf der Leinwand fest. Meine Bilder sind Ich. Ich bin meine Bilder. Deshalb macht mir das Malen Angst, versuche ich davonzulaufen, drücke mich. Mein tägliches Durch-die-Stadt-Streifen ist auch eine Flucht vor der Leinwand, vor dem Bild, vor dem, was hochkommt und sich zeigt. Und dennoch: Für nichts möchte ich es eintauschen, nichts täte ich lieber, alles, alles andere ist nicht zu vergleichen mit diesem Glück, wenn das Bild sich zeigt, wenn etwas kommt, von dem ich weiß: das ist meins, das ist ein Teil von mir, das ist mir fremd und so vertraut.

Das bin Ich.